Stand Up Paddling, egal ob auf dem Fluss, dem Meer oder dem See, fast jeder hat es schon einmal gesehen oder selbst ausprobiert. Ein warmer Sommertag am See, Familie oder Freunde dabei, das Board liegt bereit und schon kann es losgehen. Von außen wirkt der Sport entspannt und unkompliziert. Und das ist er in gewisser Weise auch. Man braucht ein Board, ein Paddel, ein gewisses Maß an Gleichgewicht sowie eine grundlegende Idee davon, wie man paddelt und steuert. Genau das macht SUP so attraktiv. Es ist für Jung und Alt geeignet, für Anfänger genauso wie für Profis. Jeder kann selbst entscheiden, ob er sportlich trainieren oder gemütlich über den See gleiten möchte.

Doch genau diese scheinbare Einfachheit birgt Risiken. Viele denken nur ans Paddeln selbst. Was aber passiert, wenn ich ins Wasser falle, mein Board abtreibt oder ich nicht mehr eigenständig aufs Board komme? Als Stand-Up-Paddle-Lehrer an einer Surfschule habe ich solche Situationen regelmäßig erlebt. Deshalb ist es wichtig, die eigenen Fähigkeiten realistisch einzuschätzen, den Faktor, den ich beeinflussen kann.
Was ich jedoch nicht kontrollieren kann, sind die äußeren Bedingungen. Beim SUP bin ich mitten in der Natur unterwegs, und Wind, Strömung, Wellen oder plötzliche Wetterumschwünge werden häufig unterschätzt. Vor dem Start verschaffe ich mir immer einen Überblick über mein Revier:
- Wie stark ist der Wind?
- Gibt es eine Strömung?
- Wie entwickelt sich das Wetter?
Grundsätzlich empfehle ich, zuerst gegen Wind und Strömung zu paddeln. Auch wenn es anstrengender erscheint, ist es sinnvoll, da man auf dem Rückweg nicht in Kraftprobleme gerät. Außerdem sollte immer jemand an Land wissen, dass man auf dem Wasser unterwegs ist.
Auch die richtige Kleidung spielt eine große Rolle. Wasser reflektiert bis zu 30 % der UV-Strahlung und erhöht damit das Risiko für Sonnenbrand. Sonnenschutz, Sonnencreme und gegebenenfalls UV-Kleidung sind daher wichtig. Bei kälteren Bedingungen schützt ein Neoprenanzug vor dem Auskühlen.
Zur Grundausstattung gehört unbedingt eine Leash, also die Verbindung zwischen Board und Paddler. Fällt man ins Wasser, treibt das Board nicht ab. Wichtig ist dabei aber die richtige Wahl der Leash: Auf Flachwasser und in Wellen ist eine Knöchelleash die richtige Lösung. Im Fluss oder Wildwasser sollte man dagegen auf eine Quick-Release-Hüftleash umsteigen – bei einer Knöchelleash besteht dort die Gefahr, dass sie sich unter Wasser an Hindernissen verfängt und einen festhält. Eine zusätzliche Schwimmhilfe wie die PFD von RESTUBE kann weitere Sicherheit geben. Gute Schwimmfähigkeiten sind Voraussetzung.
Für längere Touren sollte man außerdem dabeihaben:
- ausreichend Wasser,
- einen kleinen Snack,
- einen wasserdichten Beutel für Wertsachen,
- und ein Handy für den Notfall.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Technik. Die meisten schaffen es, auf dem Board zu stehen und vorwärts zu paddeln. Doch wie reagiere ich, wenn ein Motorboot auf mich zukommt oder ich schnell ausweichen muss? Man sollte sicher Kurven fahren können und auch in stressigen Situationen ruhig bleiben. Perfekte Technik ist nicht entscheidend, aber eine solide Grundausbildung schon. Deshalb empfehle ich besonders Einsteigern einen Anfängerkurs.
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