Studie zur
Sicherheit im Wasser 2026
Umfrage unter 1.834 Wassersportler:innen in D/A/CH (2026) - und was die Ertrinkungsstatistiken der DLRG zeigen.
Wer hat teilgenommen?
Altersverteilung
Geschlecht
Wie oft am / im / auf dem Wasser?
Aktivitäten
Was fürchten Menschen im Wasser?
Wahrgenommene Risiken im Wasser
Unsere Studie: Wo ihr aktiv seid
„An welchen Gewässern bist du unterwegs?" (Mehrfachauswahl, n=1.834)
Quelle: RESTUBE Water Safety Study 2026
Realität: Wo Menschen ertrinken
Tödliche Badeunfälle in Deutschland 2025 (DLRG Jahresbilanz)
Quelle: DLRG Ertrinkungsstatistik 2025, Deutschland gesamt
71% der Befragten sind an Flüssen aktiv – genau dort, wo mit 153 Toten die zweitmeisten Ertrinkungsunfälle passieren. Seen werden von 44% genutzt und haben mit 158 Toten die meisten Todesfälle. Das offene Meer steht für nur 22 Tote – mehr als vierzehnmal weniger als Seen und Flüsse zusammen. 85% aller Ertrinkungstoten sterben in Binnengewässern wie Seen, Flüssen und Kanälen.
Selbsteinschätzung und das Erfahrungs-Paradox im Wasser
Schwimmfähigkeit (Selbsteinschätzung)
Sicherheitsgefühl im Wasser (1–5)
Schwimmkompetenz × Auftriebshilfe
73% der selbsternannten Top-Schwimmer:innen haben bereits eine kritische Situation erlebt – die höchste Rate aller Fähigkeitsgruppen. Gleichzeitig tragen sie mit 23% auch am häufigsten eine Auftriebshilfe (Immer). Wir bezeichnen es als das Erfahrungs-Paradox: Wer sicher ist, geht weiter raus – ins offene Meer, in Strömungen, auf größere Wellen. Mehr Kompetenz bedeutet oft mehr Risiko-Exposition.
60% hatten schon eine gefährliche Situation im Wasser
Kritische Situation erlebt?
Ernst der Situation
Kritische Situationen nach Aktivität
Was ist passiert? – Freitextanalyse kritischer Situationen
Basis: 952 Freitextantworten (von 1.098 Personen, die eine kritische Situation erlebt haben). Keyword-basierte Kategorisierung; Mehrfachzuordnung möglich.
38% tragen nie eine Auftriebshilfe
Trägt Auftriebshilfe
Auftriebshilfe nach Altersgruppe
Notfallwissen: Nur 47% wüssten sicher, was zu tun ist
Weiß, was im Notfall zu tun ist
Wann zuletzt Schwimmkurs / Sicherheitstraining?
Wissen über Selbst-/Fremdrettung
Von denen, die im letzten Jahr ein Sicherheitstraining besucht haben, wissen 91%, wie man einen Ertrinkenden rettet. Von der Gruppe, die noch nie trainiert hat, wissen das nur 17%. Trotzdem haben 64% seit mehr als 5 Jahren kein Training mehr besucht – 16,7% noch nie. Laut DLRG verdoppelte sich der Anteil nicht-schwimmender Grundschulkinder von 2017 bis 2022 von 10% auf 20%.
79% fordern mehr Aufmerksamkeit für Wassersicherheit
Wassersicherheit in Schulen/Medien ausreichend?
Sicherheitsausrüstung als Pflicht?
Wie gut fühlen sich Befragte informiert? (1–5)
Eltern am Wasser: Klare Regeln und Kurse als wichtigste Maßnahmen
Sicherheitsmaßnahmen für Kinder
Ab welchem Alter sicher schwimmen können?
In 20% aller beschriebenen kritischen Situationen war ein Kind oder eine andere Person in Not. Mehr als die Hälfte der Befragten betreut Kinder am Wasser – und das Bewusstsein ist vorhanden: Über 80% halten Kinder in Reichweite, setzen klare Regeln und schicken sie in Schwimmkurse. Das ist eine solide Grundlage.
Und doch gibt es eine Lücke: Weniger als 60% der Betreuungspersonen setzen auf Schwimmhilfen oder Auftriebshilfen – also einen passiven Schutzpuffer, der auch dann wirkt, wenn ein kurzer Moment der Unaufmerksamkeit entsteht. Dazu kommt: Laut DLRG kann heute jedes fünfte Grundschulkind in Deutschland nicht schwimmen, und laut ZDF/DLRG sind Schwimmkursplätze vielerorts Mangelware.
Die wichtigsten Erkenntnisse
Die RESTUBE Water Safety Study 2026 basiert auf einer Online-Umfrage mit n=1.834 Teilnehmer:innen aus Deutschland (81,4%), Österreich (13,2%), der Schweiz (5,4%). Erhebungszeitraum: März–April 2026. Zielgruppe: Personen, die regelmäßig Wassersport betreiben oder an Gewässern unterwegs sind. Die Daten wurden deskriptiv ausgewertet; Subgruppenanalysen spiegeln die gefilterten Datensätze wider. Alle Quellenangaben: RESTUBE Water Safety Study 2026 – restube.com/de/pages/water-safety-study-2026
(1) DLRG Ertrinkungsstatistik 2025 – 393 Ertrinkungstote in Deutschland, 82% männlich; Aufschlüsselung nach Gewässertyp.
(2) DLRG / forsa-Studie 2022 – Schwimmfähigkeit von Grundschulkindern: 20% können nicht schwimmen.
(3) WHO Europa, Statement Juli 2023 – mind. 20.000 Ertrinkungstote pro Jahr in der Europäischen Region; zweithäufigste Todesursache bei Kindern 5–14 Jahre.
(4) ZDF/DLRG (2024) – Lange Wartezeiten auf Schwimmkursplätze; Kinder warten teils jahrelang auf einen Platz.

